Thema Ernährung, Beschaffung, Abfallvermeidung

Die konsumbezogenen Themen des Klimaschutzes tauchen in kaum einer Bilanzierung auf, sind aber im Effekt höchst wichtig und laden zum Handeln ein.

Hier wird die Frage der Suffizienz erneut wichtig. So stehen die CO₂-Emissionen durch industrialisierte Landwirtschaft und fleischreiche, oft weit transportierte und damit energieintensive Ernährung denen des Staßenverkehrs kaum nach. Die Dinge des Alltags im Privathaushalt, in der Verwaltung, Schule oder Industrie unterscheiden sich schon in der Anschaffung sehr in ihren ökologischen und sozialen Auswirkungen, gerade auch auf den globalen Süden. Und wenn sie dann zu Müll werden, produzieren sie nochmal in großer Menge Treibhausgase („Lebenszyklus-Bilanz“).

Wie entsteht so viel Müll? Geplanter Produktverfall („Obsoleszenz“) heißt, dass Geräte bewusst früher abnutzen und keine Reparatur vorgesehen ist (Handy ist kaputt). Ein gefühlter Produktverfall soll durch Werbung bewirkt werden (Handy ist nicht mehr „cool“ genug). Beides steigert den Konsum.

Wie ich mich ernähre, was ich kaufe – oder eben nicht – und welchen Abfall ich produziere, sind deshalb wichtige Themen des Klimaschutzes. Die Frage des individuellen Konsums greift aber deutlich zu kurz. Gleichzeitig muss die politische Frage nach der gesellschaftlichen Aushandlung der Produktion gestellt werden, nach ökologischeren und sozial gerechteren Formen des Wirtschaftens.

Mehr zum Thema finden Sie im O.K.-Reader “Auf dem Weg zur Klimastadt” – im Kapitel 5.

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