Raus aus der Kohle – auch in Osnabrück

Kohle ist ein Klimakiller. In Deutschland werden aber immer noch neue Kohlekraftwerke  geplant. Diese würden, einmal gebaut, über eine Laufzeit von 40 bis 50 Jahren die Atmo­sphäre mit Millionen Tonnen CO2 belas­ten. Dies ist „Dino­saurier­-Technologie“: groß, zentral und ineffizient. Sie dient der Markt­macht der vier großen Energie­konzerne (E.on, EnBW, RWE, Vattenfall). Ein Rückschritt für den Klimaschutz.

Viele Menschen gehen jetzt auf die Straße und versuchen, die Konzerne, Bürger­meister und Stadtwerke von ihren Kohleplänen abzubringen. Von den ursprünglich geplanten, neuen Kohlekraftwerken konnten dadurch etliche verhindert werden.

Kohle in Osnabrück

Stadtwerke im kommunalen Besitz sind sehr wichtig und können kluge Zukunfts­politik umsetzen. 2008 sind die Stadtwerke Osnabrück selbst massiv in die Stromproduktion einge­stie­gen. Das könnte vernünftig sein. Es ist aber unfassbar, dass sich die Stadt ausgerechnet in die neuen, klima­schäd­lichen Kohle­kraft­werke in Hamm und Lünen ein­ge­kauft hat (ein drittes Kraftwerk in Krefeld-Uerdingen wurde vor Ort verhindert).

Mit der Kohle-Beteiligung legt sich Osnabrück für Jahr­zehn­te auf eine äußerst klimaschädliche Energie­politik fest. Über 80 Mio. € wer­den in die Kohle gesteckt, für den dringend nötigen kommu­nalen Ausbau der Erneuerbaren Energie (EE) und den „grü­nen“ Umbau der Stadt­werke bleibt zu wenig übrig. Dabei könnte gerade dies regionale Arbeits­plätze sichern. Außerdem ist eine Beteiligung von Stadtwerken an Kohlekraftwerken auch wirt­schaftlich riskant. Denn Kohle­einfuhr wird teurer, Kohle wird von CO2-Zertifikaten betroffen sein (wenn diese nicht mehr verschenkt werden) und Städte binden sich auf Gedeih und Verderb an die vier großen Stromkonzerne.

O.K. – Klimagerechtigkeit heißt Kohleausstieg, auch in Osnabrück

Die O.K. setzt sich ein für den Ausstieg Osnabrücks aus der Kohleverstromung. Gemeinsam mit der Anti-Kohle-Bewegung informieren wir über die Klimaschädlichkeit und die Abbaubedingungen der Kohle, arbeiten politisch für die dezentrale Energiewende und machen – gemeinsam mit Ihnen – Druck gegen den Klimakiller Kohle.

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