22.4.13 – Ein mutiger Lärmaktionsplan hilft dem Klimaschutz

Die O.K. nimmt Stellung zum vorläufigen Lärmaktionsplan der Stadt Osnabrück und fordert flächendeckend Tempo 30. Um die Forderungen der EU-Umgebungslärmrichtline zu erfüllen, erstellt die Stadtverwaltung gegenwärtig einen Lärmaktionsplan. Anwohner besonders lärmbelasteter Straßen sollen besser geschützt werden. Dazu gehören Geschwindigkeitsbegrenzung, Fahrbahnverengung, “Flüsterasphalt” und Förderung der Schallisolierung von Gebäuden. Der Lärmaktionsplan orientiert sich an den Schwellenwerten zur gesundheitsschädlichen Lärmbelastung: 65 dB am Tag und 55 dB in der Nacht.

Die O.K. sieht im Lärmaktionsplan der Stadt eine große Chance, dem ehrgeizigen Ziel des “Masterplan 100% Klimaschutz” – 95% weniger CO2-Emissionen bis 2050 – näherzukommen. Sie fordert den Rat der Stadt auf, dazu Tempo 30 flächendeckend einzuführen. Denn Geschwindigkeitsbegrenzung ist gleichzeitig die kostengünstigste und am schnellsten umsetzbare Maßnahme gegen Lärm, für Sicherheit – und für klimafreundliche Mobilität.

Tempo 30 ist Klimaschutz: Fahrradfahren wird sicherer und gesünder, Busse bleiben ebenso schnell wie zuvor, der Kraftstoffverbrauch wird auf Grund des gleichmäßigeren Verkehrsflusses eher reduziert, Feinstaub- und Stickoxyd-Emission deutlich vermindert.

Der Rat der Stadt Osnabrück soll sich außerdem auf Bundesebene für eine Neufassung der straßenverkehrsrechtlichen Vorgaben einsetzen, die eine Geschwindigkeitsbegrenzung von Haupverkehrsstraßen erst deutlich oberhalb des Grenzwerts zum gesundheitsschädlichen Lärm erlaubt. Europaweit läuft die  Bürgerinitiative (EBI) zur Einführung von Tempo 30.

Weitere Infos

Dieser Beitrag wurde unter Mobilität und Stadtplanung veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.