27.9.11 – Die Yasuní-Initiative Ecuadors – Was wir für eine wegweisende Idee tun können. Vortrag von Christian Cray, VEN (A3W, O.K. und Stadt Osnabrück)

27.9., 20:00 in der Lagerhalle: Vortrag und Diskussion mit Christian Cray, VEN – Mit der Yasuní-Initiative schlägt das südamerikanische Ecuador der Weltgemeinschaft vor, auf die Förderung der unter dem außergewöhnlich artenreichen Yasuní-Regenwald gelagerten 900 Mio. Barrel Rohöl zu verzichten. Im Gegenzug möchte das Land von den Industrieländern (die gegenüber dem globalen Süden riesige ökologische Schulden angehäuft haben) für die Hälfte der entgangenen Erlöse entschädigt werden. Der Vorschlag gilt als bahnbrechend auf dem Weg in eine „post-fossile“ Gesellschaft und als konkrete Maßnahme zum Klimaschutz, für die Artenvielfalt und für den Schutz der Menschenrechte.Im Amazonas-Tiefland des Yasuní leben drei indigene Bevölkerungsgruppen in freiwilliger Isolation. Demgegenüber steht die traurige Bilanz von 68 Milliarden Litern Rohöl, die in den letzten vier Jahrzenten im ecuadorianischen Tiefland durch die Ölförderung in den Wald, die Flüsse und auf die Felder der Kleinbauern gelangt sind. Eine Förderung der Yasuní-Vorkommen würde einen globalen „Hot-Spot“ der Artenvielfalt zerstören – für den weltweiten Erdölverbrauch reichen die dortigen Reserven jedoch nur für umgerechnet 10 Tage. Wir möchten Ihnen den Yasuní und die einzigartige Idee, die weltweit immer mehr Freunde findet, in einem bebilderten Vortrag präsentieren. Es wird auch der Frage nachgegangen, wie unser Beitrag hierzulande zur Erreichung der Initiative aussehen könnte.

Referent: Christian Cray (Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen VEN)

Veranstalter: Lateinamerika-Gruppe im Aktionszentrum 3.Welt (A3W), Osnabrücker Klimaallianz (O.K.), Büro für Friedenskultur der Stadt Osnabrück und Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen (VEN)

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