20.9.11 – Schmutziger Kohleabbau – Was wir für Umwelt und Menschenrechte tun können. Vortrag von Sebastian Rötters, FIAN (O.K., Amnesty und A3W)

20.9., 19:30 in der Lagerhalle Osnabrück, Café Spitzboden: Vortrag und Diskussion mit Sebastian Rötters, FIAN - Woher kommt die Kohle für “unsere” Kraftwerke? Unter welchen Bedingungen wird sie abgebaut? Die Osnabrücker Klimaallianz (o.k.) hat schon oft gegen Kohlekraftwerke protestiert, weil sie das Klima dramatisch schädigen und die Lebensgrundlage im globalen Süden zerstören. Diesmal weist die o.k. auf einen anderen Aspekt der Kohle hin: Sie gefährdet Menschen schon beim Abbau.

Sebastian Rötters zeigt dies eindrucksvoll am Beispiel von Kolumbien, das er gut kennt. Das Land ist in den letzten Jahren für Deutschland zum zweitgrößten Steinkohle-Exporteur aufgestiegen. Auch die Kohlekraftwerke, an denen sich die Stadtwerke Osnabrück beteiligen, werden Kohle aus Kolumbien verbrennen. Dort zerstören Kohletagebaue riesige, landwirtschaftlich nutzbare Flächen. Kleinbauern werden vertrieben oder unzureichend entschädigt. Menschenrechtsorganisationen melden schlechte Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen und Angriffe auf Gewerkschafter.

Was können wir tun? Was sind Forderungen an die Stadt, an den Stadtwerkeverbund TRIANEL und an die Bundesregierung? Wir wollen das nach dem Vortrag auch kontrovers diskutieren. Die Position der o.k.: Der Atomausstieg darf zu keinem Ausbau der Kohlekraft führen. Nicht nur für das Klima, sondern auch für die globalen Menschenrechte brauchen wir eine Energiewende hin zu dezentralen Erneuerbaren Energien.

Sebastian Rötters ist Referent für Bergbau bei der Menschenrechtsorganisation FIAN. Zwischen 2004 und 2007 arbeitete er für 18 Monate für Peace Brigades International in Kolumbien. Nach Osnabrück bringt er aktuelle Informationen von einer Kolumbienreise 2011 mit.

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