11.3.11 – Die Atomkatastrophe in Fukushima

Am 11.3.2001, nach Erdbeben und Tsunami, begann die Atomkatastrophe in Fukushima.  Seitdem läuft die unkontrollierte Kernschmelze in mehreren Reaktoren, wurden Zigtausende umgesiedelt. Unsere Solidarität gilt den Menschen in Japan. Unser Engagement hier gilt der Abschaltung dieser menschenverachtenden Technik. In Osnabrück kamen kurz nach dem GAU 1.000 Menschen zur Montags-Mahnwache, hier wie bundesweit an hunderten von Orten gab es dann wöchentliche Proteste. Am 26.3. forderte eine Viertelmillion Menschen auf Großdemonstrationen den Sofortausstieg, die Proteste gehen Ostermontag und am 28.5. weiter. Initiativen aus unserer Region setzen sich gemeinsam ein gegen die AKWs Lingen und Grohnde, die UAA Gronau, die Brennelemente-Fabrik Lingen und das Zwischenlager Ahaus.

Der sofortige Austieg ist dringend nötig. Wie sagte ein Politiker nach Fukushima und 25 Jahre nach Tschernobyl? “Wir dachten, der GAU sei ein statistisches Risiko.” Aber die bittere Realität ist nicht neu: Kein einziges AKW hier bei uns ist gegen Flugzeugabstürze gesichert, die Reaktoren sind unsicher, wir wohnen in Evakuierungszonen. Und weltweit weiß niemand, wohin mit dem Müll. Fukushima hat hat nun die Verdrängung aufgerissen: Atomkraft ist weltweit nicht beherrschbar!

Der Atomausstieg ist jetzt möglich. Wie ein großes Industrieland aus der Sackgasse zerstörerischer Großtechnologien wieder herauskommt, wird international gespannt beobachtet. Dass es geht, zeigen gute Studien: Wir brauchen den schnellen Ausbau Erneuerbarer Energien. Wir brauchen die kommunale Energiewende, Effizienz und ganz entschiedenes Energiesparen. Denn unser heutiger Ressourcenverbrauch im Norden ist mit globaler Entwicklungs- und Klimagerechtigkeit nicht zu vereinbaren. Was wir überhaupt nicht brauchen, sind neue Kohlekraftwerke.

Die Ausstiegspläne der Bundesregierung sind völlig ungenügend. Sie bedeuten 11 weitere Jahre Risiko und Atommüll, bremsen den Ausbau der dezentralen Erneuerbaren Energien und fördern die vier großen Stromkonzerne. Die o.k. fordert dagegen:

  • Ausstieg aus der Atomkraft jetzt und endgültig
  • Ausstieg aus Atomindustrie und Atomexporten
  • Vorrang für dezentrale Erneuerbare Energien
  • Verbot neuer Kohlekraftwerke, verbindlicher Kohleausstieg.

In Osnabrück hat sich nach Gorleben 2010 die Anti-Atom-Gruppe Osnabrück gegründet, die seitdem hier die Proteste, Informationen und Aktionen gemeinsam mit vielen weiteren gesellschaftlichen Gruppierungen trägt – mit Umweltverbänden, Gewerkschaften, Parteien, Kirchen, KünsterInnen und vielen engagierten Menschen jeden Alters.

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